Maststellen

Maststellen

Beitragvon flonz » Dienstag 17. April 2018, 10:46

Hallo zusammen,
nach dem ich jetzt mein Boot annähernd dicht bekommen habe möchte ich es nun bald ins Wasser bringen. Wir haben bei uns am See einen Krahn, von daher sehe ich da kein Problem. Aber dann:
Ich habe keinen Jütbaum und werde den Mast also mit dem Mastkran stellen (müssen) hierzu habe ich ein paar Fragen:
1. Wo und wie soll ich das Seil des Kranes am Mast befestigen? Wenn ich mir das richtig denke, müsste ich es unter dem Fockfall durchführen, beim roten Feil, richtig? Und dann über oder unter den Wanten?
2. Unter der Trommel meiner Rollreffanlage ist so eine Metalplatte und am Bug ist so ein rundes Teil wo ich denke dass die Metallplatte rein soll. Aber, womit befestigen? Geht da eine Edelstahlschraube mit passendem Durchmesser oder brauche ich einen Bolzen oder vielleicht noch ganz was anderes?
3. Wozu ist der Ring im Bild 2?
4. Hat das schon mal jemand gemacht der sein Boot im Brombachsee hat und mir da noch ein paar Tipps geben kann. Am besten natürlich "vor Ort"?
Vielen Dank schon mal, weitere Fragen folgen...
Viele Grüße
Florian
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Re: Maststellen

Beitragvon StaschaO » Dienstag 17. April 2018, 11:39

Hallo Florian,
mach Dir da mal keinen Kopf.
Wenn euer Hafen so gut mit Mastkran ausgestattet ist gibt es doch sicher einen Hafenmeister.
Der sollte die beste Erfahrung haben wo der Gurt am Mast befestigt werden muss. Auf jeden Fall über dem Gewichtsschwerpunkt.

Du hast Recht, die Platte mit dem Langloch wird in die Trompete eingeführt und mit einem passenden Bolzen (keine Schraube) gesichert. Ich verwende einen Bolzen mit dieser kleinen klappbaren Blechnase die zur Sicherung quer gestellt wird.
Wenn man den Mast per Jütthilfe stellt, wird in die untere Bohrung der Langlochplatte eine Leine angehängt und durch die Trompete über die Umlenkrolle im Ankerpiek nach Achtern in einer Fallenklemme gelegt und über die Kajütwinsch angezogen. Das entfällt bei Dir ja.
Den Ring habe ich nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass dort eine Hilfsleine eingehängt wird um die Rollreffanlage beim Mastheben zu führen. Bin mir da aber nicht sicher.

Viele Grüße, Stascha
sobald wir ausgelaufen sind bin ich im Urlaub
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Re: Maststellen

Beitragvon kabel69 » Dienstag 17. April 2018, 15:42

Hallo Flonz,

was ist den beim Abdichten herausgekommen? Uns interessieren natürlich auch die Erfahrungen anderer Foristen, damit wir auch evtl. den ein oder anderen Fehler vermeiden können. Davon lebt ein Forum.

Habe mal beobachtet, dass ein Kran zum Maststellen einfach ein Seil mit einer großen (zu öffnenden) Schlaufe hatte, die unterhalb der Salinge um den Mast fasste. Der Mast wird dann gehoben und angeschlagen. Danach läuft die Schlinge beim "fieren" von alleine nach unten und kann einfach abgenommen werden.

Gruß, Gerald.
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Re: Maststellen

Beitragvon Uli » Dienstag 17. April 2018, 16:40

Hallo Florian,
beim Maststellen mit dem Mastenkran solltest du darauf achten, dass der Mast im Mastfuss keinesfalls verkantet. Der Mastfuss der Dehlya ist nur aus Aluguss gefertigt, das bricht dann schnell rund um den Steckbolzen.
Das Blech mit dem Langloch am unteren Ende des Vorstags wird in die s.g. Vorstagstrompete eingesteckt und dann kommt ein Bolzen quer durch das Rohr und das Langloch.
Siehe Foto.
Allerdings rate ich dir von Klappbolzen ab.
Bei mir ist vor zwei Jahren mal fast das Rigg von oben gekommen. Der Klappmechanismus hatte sich ungemerkt geöffnet und der Bolzen hat sich fast ganz rausgearbeitet. Wie mir das mitten auf dem Ijsselmeer aufgefallen ist hing alles nur noch am "seidenen Fanden". ich bin das fix aufs Vorschiff und habe das Rigg zunächst mit dem Spifall provisorisch gesichert. Dann wurden alle Segel geborgen und alles Wanten maxinmal weit geöffnet. So konnte ich dann "auf See" einen neuen Bolzen einstecken. Seitdem verwende ich keine Klappbolzen mehr im Rigg.
Anbei auch ein Foto des defekten Klappbolzen.
Viele Grüsse
Uli
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Re: Maststellen

Beitragvon Detlev » Dienstag 17. April 2018, 20:46

... alternativ vielleicht auch am Klappnasenbolzen einen VA-Ring anschweißen (lassen) und zusätzlich mit einem Bändsel sichern.

Goodewind Ahoi!
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Re: Maststellen

Beitragvon flonz » Freitag 20. April 2018, 09:49

Vielen Dank schon mal für die Tipps.

@Gerald:
Du hast recht. Ich mach am wochenende Fotos und dann schreibe ich im Thema "Wasser im Boot..." woran es lag und wie es behoben werden konnte.

Viele Grüße
Florian
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Re: Maststellen

Beitragvon Bernhard » Montag 23. April 2018, 06:48

Hallo Florian, nachdem dein Boot am Brombachsee liegen soll kann ich dir zur Lösung deines Problems einen Bootsbaumeister empfehlen, der macht zur Zeit nichts anderes als Bootseigner zu unterstützen die ihr Boot ins Wasser bringen und aufbauen wollen. Ich denke der Preis ist nicht zu hoch und einmalig zum Anlernen sicher auch gerechtfertigt.
Ich weiß nicht ob ich hier an dieser Stelle Namen nennen darf aber du findest ihn im Internet, Adresse in Gunzenhausen unter Bootsservice.
Ich selbst stelle den Mast völlig problemlos mit dem von Dehler vorgesehenen Verfahren, jedoch mit einem leicht modifizierten Jütbaum.

Gruß Bernhard
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Re: Maststellen

Beitragvon flonz » Freitag 18. Mai 2018, 11:19

Hallo Bernhard,
so, nun steht der Mast.
Jens war so freundlich mir zu helfen, bzw er hat das gemacht und ich hab nur gekurbelt.
Ist schon eindrucksvoll wie souverän so was gehen kann.
Danke an alle die mir geschrieben und die sich Gedanken gemacht haben.
Viele Grüße
Florian
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