Kauf einer Dehlya 22

Kauf einer Dehlya 22

Beitragvon Otto&Beck OHG » Mittwoch 6. März 2019, 11:45

Schönen Guten Tag,
erstmal vorab, ich bin neu in diesem Forum und freue mich über jede hilfreiche Antworte :D .

Nun zu meiner Fragestellung.
Ich habe vor mir eine Dehlya 22 zu kaufen, da ich aber erst 18 Jahre alt bin und nicht allzuviel Geld zur Verfügung habe, möchte ich auf keinen Fall einen Fehlkauf machen.
Dass es eine Dehlya wird steht eigentlich schon fest, da ich mit dem Boot, jetzt nach meinem Abitur, des öfteren an die Müritz reisen werde, brauche ich das variable Gewicht und den Hubkiel für den Transport und der variable Tiefgang ist für unseren See auch ganz Vorteilhaft.
Deshalb würde ich gerne wissen:
1. Wie ich genau überprüfen kann, ob sich Osmose im Wasserbalast befindet (Mir wird ein professioneller GFK-Feuchtigkeitsmesser dafür zur Verfügung gestellt), kann ich das einfach Messen oder gibt es eine Art Inspektionsluke oder gibt es andere Möglichkeiten (Ich will den Ballast nicht Stillegen oder irgendeine Alternative verbauen, die Dehlya soll eigentlich in originaler Verfassung bleiben)?
2. Kann man die Dichtigkeit des Hubkiels/die Funktionalität des Hubkiels überprüfen, wenn das Boot auf einem Trailer steht?
3. Gibt es sonst noch irgendwelche Schwachpunkte bei einer Dehlya (Außer Mastfuß, Hubkiel und Wasserbalast), die ich vor dem Kauf überprüfen kann/sollte?
Ich weiß, dass es zu vielen dieser Themen bereits Fragen gibt, aber ich habe bis jetzt noch keine richtige Antwort auf die Fragen gefunden.

Mit freundlichen Grüßen
Janik
Otto&Beck OHG
 
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Re: Kauf einer Dehlya 22

Beitragvon NiklasSorpe » Donnerstag 7. März 2019, 23:33

Hallo Janik,

wo ist denn dein See?

eine Inspektionsluke im Wasserballsttank gibt es nicht. Du kannst diesen nur schwer von innen überprüfen.
Evtl kann man eine Endoskopkamera mit Beleuchtung verwenden um durch das Ballastwasserventiel einen Blick ins Innere zu bekommen.
Das jemand Osmose nur im Tank hatte habe ich noch nicht erlebt.
Schau dir den Rumpf genau an und frag nach, was wann gestrichen und evtl. neu aufgebaut wurde(soll da was versteckt werden).
Eigner die soetwas dokumentieren (Fotos, Rechnungen) sind für mich definitiv vertrauenswürdiger.

Hat das Ruder Spiel (Ruderwelle und Ruderlager überprüfen), gibt es im Bereich des unteren Kielkastens risse oder Reperaturstellen (Undichtigkeiten). Dellen, Macken im Rigg? Zustand des stehneden und laufenden Gutes? Ein Funktionstest der Winschen Fallenstopper gibt Hinweise auf den Wartungszustand.
Wenn der Kiel eine Inspetionsluke hat (nicht Serienmäßig) kannst du da einen ersten Blick auf den Kiel erhaschen, ansonsten ist eine Prüfung auf dem Trailer mir nicht bekannt.
Willst du ganz sicher gehen investiere 100€ mehr und mach einen Krantermin bei dem du die Funktion und den Zustand des Kiels und auch die Kielührugen begutachten kannst.

Ich bin in deinem Alter unter anderem Varianta gesegelt. Mit deinen Kriterien und gesunden Menschenverstand was die Beurteilung des Bootes und des Voreigners angeht, wirst du sicher ein Boot finden.
Auch wenn du nach dem Abi los willst, lass dir Zeit beim Suchen und achte darauf das dein benötigtes Zubehör möglichst bereits dabei ist.

Viel Erfolg

Gruß

Niklas
NiklasSorpe
 
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Re: Kauf einer Dehlya 22

Beitragvon Uli » Samstag 9. März 2019, 10:11

Hallo,
finde ich klasse, davon hatte ich vor über 30 Jahren auch geträumt aber es fehlte die Kohle und ………
ich glaube mein alter Herr hätte mich dafür damals enterbt :lol:

Also... viel Erfolg bei der Suche und schöne Auszeit nach dem Abi.

Viele Grüsse
Uli
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Re: Kauf einer Dehlya 22

Beitragvon StaschaO » Samstag 9. März 2019, 16:18

Hallo Janik,
einen Fehlkauf möchte ja keiner machen. Aber eine gut gewartete Dehlya hat seinen Preis, da eine grosse Hubkielwartung von den wenigsten Eignern selbst durchgeführt werden kann und recht kostenintensiv ist.
Die älteren Dehlerboote sind ja qualitativ sehr hochwertige Schiffe. Bei der Dehlya gibt es aber tatsächlich ein paar Schwachstellen wovon Osmose eher keine davon ist:

Inspiziere die Stellen unter denen zur Verstärkung Aluminiumplatten einlaminiert sind. Dies ist unter den Relingsstützen und der Vorstagsbefestigung der Fall.
Wurde das Boot öfters in Salzwasser bewegt kann es hier leicht zu GfK Schäden und Auflösung des Aluminiums kommen.
Der Zug fürs Ablassventil des Ballasttankes ist sehr oft nicht funktionstüchtig, aber dies ist mit etwas handwerklichem Geschick zu beheben und kein Argument gegen einen Kauf.
Die Seitenfenster sind nach 30 Jahren oft nicht mehr ganz dicht. Originalfenster sollte man genau begutachten.
Nach Grundberührung oder sehr selten bauartbedingt kann es zu Wassereintritt zwischen Kielkasten und Salonboden kommen. Hier vom Verkäufer versichern lassen, das alles dicht ist oder einen Probeschlag machen.
Sonst fällt mir gerade nichts erwähnenswertes ein.
Bei so alten Booten wie der Unseren spielt der Zustand des laufenden und stehenden Gutes sowie der Segel bei der Preisgestaltung eine grosse Rolle!

Viel Glück beim Bootskauf! Ein Ratschlag: kaufe nicht die billigste Krücke für ein paar Kröten ;)

Viele Grüße, Stascha
sobald wir ausgelaufen sind bin ich im Urlaub
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