Kielwagen

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desy
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Kielwagen

Beitrag von desy »

Liebe Dehlyaner,
ich weiß dieses Thema ist schon einige Male durch,ich habe aber trotzdem noch Fragen. Da ich in zwei Wochen den Kiel meiner 25er ausbauen will,muss ich einen Kielwagen bauen. Die Fotos und Beschreibungen habe ich gesehen bzw gelesen.In der Galerie gibt es Fotos vom "Luftschiff" mit einem Kielwagen aus Metall. Den werde ich nachbauen, allerdings aus Holz. Mir sind die Dimensionen unklar. Kann mir jemand sagen wie dick der Kiel ist und ob eine Länge des Gestells von 80 und eine Höhe von 90cm ausreichend sind ? Es geht mir also um die Maße des Kielwagens.
Ich danke Euch im vorraus und liebe Grüße
Steffen

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kabel69
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Re: Kielwagen

Beitrag von kabel69 »

Hallo Steffen,

mein Kielwagen sieht so aus.
Kielwagen01.JPG
Kielwagen02.JPG
Den habe ich aus herkömmlichen Vierkantrohren selbst mit einem Elektrodenschweißgerät zusammengebraten. Der funktioniert einwandfrei. Meinst du sowas?

Gruß, Gerald

mildenb
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Re: Kielwagen

Beitrag von mildenb »

Hallo Steffen,
ich habe dazu eine Europalette mit einem darauf befestigten alten Geländerstück genommen.
Viele grüße
Uwe
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20170316_160342.jpg

desy
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Re: Kielwagen

Beitrag von desy »

Hallo Gerald, Hallo Uwe
danke für die Antworten und die Bilder. Meinen Kielwagen habe ich jetzt aus einer 4cm dicken Grundplatte und zwei daraufgeschraubten, Gestellen aus 5x5cm vierkantholz gebaut.
Am kommenden Samstag kommt dann die große Aktion. Ich bin sehr gespannt was mich erwartet.
Danke nochmal und liebe Grüße. Steffen

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kabel69
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Re: Kielwagen

Beitrag von kabel69 »

Hallo Steffen,

stell dann mal Fotos ein. Für andere Lösungen sind wir immer zu haben.

Gruß, Gerald

desy
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kiel ausbauen

Beitrag von desy »

Also, hier der versprochene Bericht über den Ausbau des Kiel"s meiner Dehlya 25 .
Begonnen hat alles mit dem Auskranen, am Ende der vergangenen Saison. Beim Aufholen des Kiel"s, fiel mir auf, das dieser sich schräg (also neben der vorderen Kielführung) reinzog. Handlungsbedarf für"s Winterlager!!! Etwas was mir einen leichten Schauer über den Rücken jagte.
Also zwei Möglichkeiten: Die erste, tief in die Tasche greifen, geschätzte 3000 km mit Boot am Haken zum Marina Team fahren, oder selber machen. Für die zweite Variante habe ich mich entschieden und es war ein hoher logistischer Aufwand.
Erste Anfrage war bei uns im Hafen, hatte einen Termin mit dem Hafenmeister und zwei Freunden, den ich wegen Krankheit wieder absagen musste. Zweite Möglichkeit war eine Stahlbaufirma bei uns im Ort, wo der Chef erst meinte: Kein Thema, das kriegen wir hin. Zahlen sie meinen Leuten was, ich brauch kein Geld von ihnen. Leider (oder zum Glück) hat er mir zwei Tage vor unserem Termin wieder abgesagt. Mit der Begründung, daß seine Leute die Verantwortung nicht übernehmen wollen.
Ein bischen kann ich das verstehen. Am Ende, hat mir ein guter Freund (pensionierter Schlosser) und sein Sohn geholfen. Er hat seinen Exchef gefragt und der hat uns seine Halle, nebst Kran zur Verfügung gestellt.
Mein technisches Verständnis, geht ein Stück über das eines "normalen Heimwerkers" hinaus. Ich bin gelernter Bau-u.Möbeltischler und habe, als "Ossi" notgedrungen viel selbst geschraubt. Aber mit dieser Aktion wäre ich alleine an meine Grenzen geraten.
Es giebt hier im Forum, eine Beschreibung über den Ausbau eines Kiel"s einer 22èr. Der ist ziehmlich detalliert und stimmig, deswegen spar ich mir Schlüsselweiten und versuche ein paar Bilder hochzuladen. Eines noch, wozu mir allerdings die Bilder fehlen, ist der Hubkielantrieb an Deck. Bei meinem Boot giebt es zwei Zahnräder, ein kleines mit der Aufnahme für die Kurbel und ein großes direkt auf der Spindel. Das kleine Zahnrad ist auf einen Dorn gesteckt der wiederum in einem Delrinlager läuft welches ins Deck geklebt wurde. Durch das kurbeln weitet sich das Lager und sorgt für Lekagen (nasse Nase) im vorschiff. Das große Zahnrad ist über dem Drucklager direkt auf die Hubkielspindel geschraubt und mit einer selbstsichernden Mutter gesichert.
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Kielführung vorne
Kielführung vorne
fast draussen, Kiel verkantet durch druck auf hinteres unteres Ende vom Kiel rutscht er besser raus (Keile)
fast draussen, Kiel verkantet durch druck auf hinteres unteres Ende vom Kiel rutscht er besser raus (Keile)
Kielanschlag und ausgebohrte hintere Kielführung
Kielanschlag und ausgebohrte hintere Kielführung
unbedingt Gurte gegen verrutschen sichern, bei eingebauten Kiel extrem buglastig
unbedingt Gurte gegen verrutschen sichern, bei eingebauten Kiel extrem buglastig
Kiel neben der Führung
Kiel neben der Führung

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Uli
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Re: Kielwagen

Beitrag von Uli »

Hallo,
tolle Bilder.
Nun kommt meine doofe Frage:
Was war der Grund dafür, dass der Kiel neben der Führung "hing"?

Viele Grüsse
Uli

desy
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Re: Kielwagen

Beitrag von desy »

Hallo Uli
ich muß gestehen, ich weiß es nicht. Eigentlich war alles ok, die Spindel ist ganz leicht verbogen aber eben nur ganz leicht. Ansonsten gibt es eine Gummischeibe zwischen Kulissenstein und Hubmutter die mir etwas komisch aussieht und die ich bestellt habe. Alles andere war ok, bis hin zu ausreichend gefettet. Beim Einbau werden wier nochmal genau schauen.
LG Steffen
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das sind die ausgebauten Teile, in der roten Kiste liegt das Lager welches durchs Deck geht und in demdas Drucklager mit den 11 Kugeln läuft
das sind die ausgebauten Teile, in der roten Kiste liegt das Lager welches durchs Deck geht und in demdas Drucklager mit den 11 Kugeln läuft

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kabel69
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Re: Kielwagen

Beitrag von kabel69 »

Hallo,

tolle Dokumentation. Ich habe bei meiner D25 den Kiel schon 2 x demontiert. Was ich nicht verstehe, auf dem 2. Bild ist die Hubspindel neben dem abgelassenen Kiel zu sehen. Eigentlich wird die Spindel nach oben über das Deck rausgezogen, das Zahnrad kann dran bleiben.

Meine Spindel war zuerst auch etwas verbogen. Der Schmied hat mir die für einen Fünfer mit einer Presse wieder zentriert.

Warum läuft der Kiel NEBEN der Rolle? Bei dir ist auf dem letzten Bild zu sehen, dass der Kiel zu hoch ist. Bei meinem Kiel ist der OT ca. 2 cm tiefer. Damit behält der Kiel genau die mittige Führung durch den Boden vom Kielstummel vom Rumpf. Beim Zusammenbau solltest du also den oberen Anschlag um ca. 2 cm mit einem geeigneten Distanzstück (auf der Spindel) erweitern.

Viel Erfolg, Gerald

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