Probleme beim Austausch der Fallenumlenkrollen

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Jantar
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Probleme beim Austausch der Fallenumlenkrollen

Beitrag von Jantar »

Hallo zusammen,

ich möchte auf meiner D 22 die werkseitig montierten Fallenumlenkrollen gegen neue 2x2 Umlenkrollen von Pfeiffer austauschen. Kein Problem dachte ich. Also die beiden Befestigungsschrauben lösen, danach die Umlenkrolle abnehmen, die alten Löcher verschließen, neue Löcher bohren und fertig ist der Lack.
Nur leider sitzt die Umlenkrolle durch die vom Werk verwendete Dichtmasse so bombenfest auf dem Deck, dass ich mich gar nicht traue die Umlenkrollen mit Gewalt vom Deck abzureißen. Ich befürchte Schäden am Gelcoat u. ä.
Dieser Austausch ist doch schon oft durchgeführt worden und keiner scheint dabei dieses Problem gehabt zu haben, oder täusche ich mich da? Sollte schon mal jemand mit diesem Problem konfrontiert worden sein, bin ich für jeden Tip dankbar, wie ich die alte Umlenkrolle ohne Schäden am Deck ablösen kann.

Gruß Jantar
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Uli
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Registriert: Dienstag 23. August 2005, 16:55
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Re: Probleme beim Austausch der Fallenumlenkrollen

Beitrag von Uli »

Hallo Jantar,
das Problem ist folgendes:
Dehler hat ins Deck Aluminiumplatten einlaminiert. Diese Aluplatten dienen der Verstärkung. In die Platten wurden dann Gewinde reingeschnitten und die Umlenkungen aufgeschraubt.
Nun verträgt sich Aluminium mit den VA-Schrauben nur bedingt, soll heißen es kommt zu Kontaktkorrosion, sprich Elektrolyse. Die VA-Schrauben aus dem Gewinde herauszubekommen ist reine Glücksache.
Oft wird die Aufnahme für den Kreuzschlitzschraubenzieher dullgedreht und dann kann die Schraube nur noch ausgebohrt werden. Alternativ kann es wegen des festen Sitzes der Schrauben auch zu Bruch des gesamten Schraube beim Rausdrehversuch kommen.
Mein Tipp: entweder Finger davon lassen und die alten Rollen nur mit WD 40 gängig machen oder die Brutalomethode.......
Dulldrehen der Schraube riskieren, dann ggf. ausbohren (Scheissarbeit) oder alles mit der Flex (dünnes VA Blatt verwenden)
wegflexen und die alten Schraubenreste plan abflexen. Da neue Rollenführungen sowieso neue Bohrungen benötigen ist das also kein grosses Problem.
Die neuen Schrauben mit Tikal Tefgel einschrauben, so wird Kontaktkorrosion vermieden.
Viele Grüsse
Uli
Zuletzt geändert von Uli am Sonntag 26. April 2015, 20:24, insgesamt 1-mal geändert.
Jantar
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Re: Probleme beim Austausch der Fallenumlenkrollen

Beitrag von Jantar »

Hallo Uli,
vielen Dank für deine Hinweise. Zum Glück waren nicht die Schrauben das Problem. Diese ließen sich gut lösen und herausschrauben. Aber dann musste ich feststellen, dass die Umlenkrollen vom Werk her so fest auf dem Deck verklebt worden waren, dass man leicht auf die zusätzliche Befestigung durch die beiden Schrauben hätte verzichten können. Erst unter Einsatz einer Cuttermesserklinge und und eines Stemmeisens konnte ich die Rollen ablösen. Leichte Schäden im Gelcoat ließen sich nicht vermeiden. Diese habe ich mit Bootsspachtel wieder geglättet. Die 2x2 Umlenkrollen von Peiffer werde ich auf Plexiglasscheiben aufschrauben und kann damit die beiden vorhandenen Bohrlöcher zu Befestigung nutzen. Die beiden vom Werk verbauten Fallenstopper sitzen genau so fest auf dem Deck. Somit werde ich für die neuen Easylock 1-Fallenstopper links und rechts zu den vorhandenen Löcher bohren, Gewinde schneiden und diese zu den vorhandenen hinzufügen.

Gruß
Jantar
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Detlev
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Re: Probleme beim Austausch der Fallenumlenkrollen

Beitrag von Detlev »

Hallo Jantar,
eine Variante zum Trennen einer Sika-Verklebung kann auch die Verwendung von geeignetem Draht (Gitarrensaite ...) sein. Ich habe das noch nicht selbst probieren müssen, es soll jedoch gut funktionieren. Ich glaube, daß auch hier im Forum schon mal davon geschrieben wurde.

Goodewind Ahoi!
Detlev
... der Weg ist das Ziel!
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