Durchkentern
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Segel-Horst
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Re: Durchkentern
Hallo
ich glaube nicht das der Kiel oben durchschlägt. Mir it´st es passiert das ich den Kiel runterkurbeln wollte, es ging so leicht zu kurbeln sagte mein Kollege.
Der Kiel stand unten auf, war also garnict ausgefahren, beim losfahren ist er dann die 80 cm runtergerauscht uff was ist das Dachte ich.
Es ist nichts passiert die Konstuktion Hutmutter etc hat alles aufgefangen.
Ich glaube nicht das die kräfte ausreichen das Deck beim kentern zu durchschlagen soviel kraft ist das nicht.
Die Kraft läßt sich errechnen:
halbe Masse mal Geschwindigkeit zum quadrat ist gleich Gewicht mal Höhe.
Also 200 Kg x 80 cm sind gleich 1,6 Kgm enstspricht 15,7 (nm) Newton Meter
Der Kiel würde dann mit 1,44 m/s aufschlagen oder besser mit 0,4 Km /h das ist nicht viel
Grüße Horst
ich glaube nicht das der Kiel oben durchschlägt. Mir it´st es passiert das ich den Kiel runterkurbeln wollte, es ging so leicht zu kurbeln sagte mein Kollege.
Der Kiel stand unten auf, war also garnict ausgefahren, beim losfahren ist er dann die 80 cm runtergerauscht uff was ist das Dachte ich.
Es ist nichts passiert die Konstuktion Hutmutter etc hat alles aufgefangen.
Ich glaube nicht das die kräfte ausreichen das Deck beim kentern zu durchschlagen soviel kraft ist das nicht.
Die Kraft läßt sich errechnen:
halbe Masse mal Geschwindigkeit zum quadrat ist gleich Gewicht mal Höhe.
Also 200 Kg x 80 cm sind gleich 1,6 Kgm enstspricht 15,7 (nm) Newton Meter
Der Kiel würde dann mit 1,44 m/s aufschlagen oder besser mit 0,4 Km /h das ist nicht viel
Grüße Horst
Allzeit gute Fahrt !
Re: Durchkentern
Hallo Horst,
kann zwar nicht ganz nachvollziehen was du da gerechnet hast, aber 1 m/s = 3,6 km/h. Dies bedeutet, dass die von dir errechneten 1,44 m/s = 5,18 km/h sind. Ist schon etwas mehr... Der Kiel stößt dann also mit Schrittgeschwindigkeit gegen das Dach. Aber auch nur dann, wenn die ganzen 80 cm Weg mit der vollen Fallbeschleunigung (heißt glaube ich "g") zurückgelegt werden. Durch die Drehbewegung wird aber in der Praxis der Kiel wohl teilweise auch rutschen, sodass nicht die volle theoretische Geschwindigkeit erreicht werden würde.
Grüße, Gerald
kann zwar nicht ganz nachvollziehen was du da gerechnet hast, aber 1 m/s = 3,6 km/h. Dies bedeutet, dass die von dir errechneten 1,44 m/s = 5,18 km/h sind. Ist schon etwas mehr... Der Kiel stößt dann also mit Schrittgeschwindigkeit gegen das Dach. Aber auch nur dann, wenn die ganzen 80 cm Weg mit der vollen Fallbeschleunigung (heißt glaube ich "g") zurückgelegt werden. Durch die Drehbewegung wird aber in der Praxis der Kiel wohl teilweise auch rutschen, sodass nicht die volle theoretische Geschwindigkeit erreicht werden würde.
Grüße, Gerald
Re: Durchkentern
Hallo Gerald,kabel69 hat geschrieben:kann zwar nicht ganz nachvollziehen was du da gerechnet hast, aber 1 m/s = 3,6 km/h. Dies bedeutet, dass die von dir errechneten 1,44 m/s = 5,18 km/h sind. Ist schon etwas mehr...
und ich komme bei 0,8m Fallhöhe reibungsfrei auf 14 km/h. Zur Erdbeschleunigung könnte man, wenn man pingelig ist, noch die Schiffsbeschleunigung in der Welle hinzu addieren oder abziehen ...
Eine Achterbahn ist wohl auf 4g begrenzt. Bei gedachten 4g wären es dann maximal 28km/h.
Peter
Re: Durchkentern
Hallo Dödel,
genau genommen sind beim Kiel im eingefahrenen Zustand zur Decke noch ca. 7 cm Platz, sodass bei 87 cm Weg eine Geschwindigkeit von knapp 15 km/h entsteht. Die obere Spitze des Kiels hat gerade mal eine Fläche von ca. 6 x 20 cm. Wenn ich mir überlege, dass diese kleine Fläche mit 15 km/h und 350 kg gegen die Decke knallt... Ist ja dann quasi wie ein Rammbock. Könnte man oben nicht vielleicht bei der nächsten Kielwartung eine Platte aufbringen, um die Kraft auf eine größere Fläche zu verteilen? Wäre wahrscheinlich nur fürs Gewissen, da uns allen solch ein Fall in den ganzen Jahren wohl noch nicht bekannt geworden ist, aber immerhin.
Gruß, Gerald
genau genommen sind beim Kiel im eingefahrenen Zustand zur Decke noch ca. 7 cm Platz, sodass bei 87 cm Weg eine Geschwindigkeit von knapp 15 km/h entsteht. Die obere Spitze des Kiels hat gerade mal eine Fläche von ca. 6 x 20 cm. Wenn ich mir überlege, dass diese kleine Fläche mit 15 km/h und 350 kg gegen die Decke knallt... Ist ja dann quasi wie ein Rammbock. Könnte man oben nicht vielleicht bei der nächsten Kielwartung eine Platte aufbringen, um die Kraft auf eine größere Fläche zu verteilen? Wäre wahrscheinlich nur fürs Gewissen, da uns allen solch ein Fall in den ganzen Jahren wohl noch nicht bekannt geworden ist, aber immerhin.
Gruß, Gerald
Re: Durchkentern
Hallo Leute,
interessante Diskussion - aber hier handelt es sich doch wohl eher um ein rein akademische Frage oder ?
Grüße
Ventix
interessante Diskussion - aber hier handelt es sich doch wohl eher um ein rein akademische Frage oder ?
Grüße
Ventix
Beste Grüße
Ventix
Ventix
Re: Durchkentern
Hallo Ventix,
das kommt darauf an, wie beweglich man mit diesen Informationen ist.
Holen wir doch mal ein Beispiel von der Nordseeküste zur Seite:
Südwest 5-6, in der Ostsee kein Problem (naja achtet mal auf die Jahreszeit, trotzdem es ist nicht der einige Unfall, es gibt viele, die nicht veröffentlicht wurden).
http://www.bsu-bund.de/cln_005/nn_99672 ... 533_09.pdf
Mein Bildchen oben rechts ist NW 5-6, aber in der Ostsee vor der Eckenförder Bucht. Bei Wind 9 bin ich dann nicht mehr von Strande um die Ecke rum in den NOK gefahren <img src="{SMILIES_PATH}/icon_e_biggrin.gif" alt=":D" title="
das kommt darauf an, wie beweglich man mit diesen Informationen ist.
Holen wir doch mal ein Beispiel von der Nordseeküste zur Seite:
Südwest 5-6, in der Ostsee kein Problem (naja achtet mal auf die Jahreszeit, trotzdem es ist nicht der einige Unfall, es gibt viele, die nicht veröffentlicht wurden).
http://www.bsu-bund.de/cln_005/nn_99672 ... 533_09.pdf
Nein lieber Gerald, es ist einfacher a) Vorsicht zu achten, b) woanders hinzutrailern oder c) sich ein anderes Schiff zuzulegen.kabel69 hat geschrieben:Könnte man oben nicht vielleicht bei der nächsten Kielwartung eine Platte aufbringen, um die Kraft auf eine größere Fläche zu verteilen?
Mein Bildchen oben rechts ist NW 5-6, aber in der Ostsee vor der Eckenförder Bucht. Bei Wind 9 bin ich dann nicht mehr von Strande um die Ecke rum in den NOK gefahren <img src="{SMILIES_PATH}/icon_e_biggrin.gif" alt=":D" title="
- Detlev
- Beiträge: 1720
- Registriert: Dienstag 12. August 2008, 21:58
- Wohnort: Lehnin (Land Brandenburg)
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Re: Durchkentern
... ich denke, es ist das falsche Boot im falschen Revier! Kein Mensch würde mich jemals überreden können, mit einer Neptun 22 nach Helgoland zu fahren!
Goodewind Ahoi!
Detlev
Goodewind Ahoi!
Detlev
... der Weg ist das Ziel!
Re: Durchkentern
Hallo Detlev,
das sehen die vom BSU anders. Aber in der Summe war es dann doch zu eng.
Peter
das sehen die vom BSU anders. Aber in der Summe war es dann doch zu eng.
Peter
Re: Durchkentern
Hallo Dödel,
du hast da einen interessanten Bericht eingestellt. Auf S. 35 steht, dass die "kentersichere" Neptun 22 für den geplanen Törn bei den Wetterbedingungen geeignet war. Dabei wurden 5 - 6 Winstärken auf der Nordsee vorausgesagt. Weiterhin wurde festgestellt, dass die Neptun ein Ballastgewicht von 320 kg hat. Da sind wir mit der Dehlya viel besser dran, wenn der Kiel allein schon 350 kg wiegt + Wasserballast auch nochmal 350 kg. Aber was nützt mir das, wenn im kritischen Moment (Bö) der Mast mal auf das Wasser gedrückt wird und sich dann der Kiel Richtung Deck bewegt und der Ballastschwerpunkt sich so verschiebt dass sich die D. nicht mehr aufrichtet?!
Deine Ratschläge sind in der Theorie nachvollziehbar. Natürlich handle ich im Vorfeld auch umsichtig. Was passiert aber, wenn der Wind draußen wider Erwarten auffrischt (wie in dem Bericht)? In dieser Situation möchte ich mich schon auf mein Boot verlassen können und die Zuversicht haben, dass nichts gravierendes passieren kann, wenn ich richtig handle.
Gruß, Gerald
du hast da einen interessanten Bericht eingestellt. Auf S. 35 steht, dass die "kentersichere" Neptun 22 für den geplanen Törn bei den Wetterbedingungen geeignet war. Dabei wurden 5 - 6 Winstärken auf der Nordsee vorausgesagt. Weiterhin wurde festgestellt, dass die Neptun ein Ballastgewicht von 320 kg hat. Da sind wir mit der Dehlya viel besser dran, wenn der Kiel allein schon 350 kg wiegt + Wasserballast auch nochmal 350 kg. Aber was nützt mir das, wenn im kritischen Moment (Bö) der Mast mal auf das Wasser gedrückt wird und sich dann der Kiel Richtung Deck bewegt und der Ballastschwerpunkt sich so verschiebt dass sich die D. nicht mehr aufrichtet?!
Deine Ratschläge sind in der Theorie nachvollziehbar. Natürlich handle ich im Vorfeld auch umsichtig. Was passiert aber, wenn der Wind draußen wider Erwarten auffrischt (wie in dem Bericht)? In dieser Situation möchte ich mich schon auf mein Boot verlassen können und die Zuversicht haben, dass nichts gravierendes passieren kann, wenn ich richtig handle.
Gruß, Gerald
Re: Durchkentern
Hallo Gerald,
eine aktuelle Wetterkarte reicht für eine Tagestour.
Es gilt einfach
- Zeiträume mit zu dichten beieinander liegenden Isobaren zu vermeiden und
- Fronten zu unterscheiden (Okklusionen sind Aprilwetter)
Peter
eine aktuelle Wetterkarte reicht für eine Tagestour.
Es gilt einfach
- Zeiträume mit zu dichten beieinander liegenden Isobaren zu vermeiden und
- Fronten zu unterscheiden (Okklusionen sind Aprilwetter)
Peter