... die Arbeit ist getan! Heute war nun endlich das Ende der Baustelle "Klappruder". Das Boot kommt spätestens am kommenden Sonnabend ins Wasser und das Ruder liegt nun bereit. Ich hoffe, daß mir die Arbeit der vergangenen Tage Ruhe für viele Jahre verschafft.
Die beiden Leinen (Ruderfall und Niederholer) habe ich mit 6mm Dyneema ersetzt. Eigentlich sollten diese Leinen wieder mit Schäkeln am Ruder befestigt werden und die Nirokauschen hatte ich auch schon mit Takelgarn an den Leinenenden befestigt. Ich habe dann aber heute beschlossen, diese Verschleißstelle zu entschärfen und die beiden Leinen mit einem Palstek direkt am Ruder befestigt. Die beiden Löcher im unteren Ruderblatt habe ich dafür auf 6,5 mm aufgebohrt. Der Verzicht auf Kauschen und Schäkel erspart mir an diesen beiden Stellen die Kombination zweier unterschiedlicher Metalle im Unterwasserbereich und reduziert auch den mechanischen Verschleiß am Ruder. Wenn die Leinen dann in ein paar Jahren durchgescheuert sein sollten, dann werden sie ersetzt. Vielleicht hält das ganze aber auch viel länger ...
Das Ruderblatt (Alu) hat nun eine Opferanode aus Magnesium. Eigentlich sind es ja zwei Scheiben, die auf beiden Ruderblattseiten angebracht werden. Ich habe dann aber beschlossen, nur eine Scheibe anzubauen. Der elektrische Kontakt zum Ruderblatt ist über die Maschinenschraube gewährleistet. Dafür wurde das Ruderblatt mit einer Bohrung (7,0mm) und danach mit Gewinde M8 versehen. So konnte ich auf eine Gegenmutter verzichten. Die Gewinde für die anderen Bolzen (Rudergelenk und Umlenkrolle) wurden vor der Montage ebenfalls nachgeschnitten. Eine zweite Opferanode (ebenfalls Magnesium) habe ich auf der Welle des Propellers angebracht.
Ich hatte bei der Demontage auch nicht gleich gesehen, daß die Ruderwelle für die Madenschraube am Sicherungsring eine Bohrung besitzt. Das kam dann bei der Aufarbeitung der Welle zum Vorschein. Somit ist auch das richtige Spiel der Welle zum Miramidlager und der sichere Sitz der Sicherungsscheibe auf der Ruderwelle gewährleistet. Die Madenschraube habe ich mit Seize-Schraubenpaste eingesetzt.
Die Gleitflächen im Miramidlager haben eine Schmierung mit Marinefett erhalten. Ich hoffe, daß damit die Reibung und der Verschleiß an dieser Stelle deutlich geringer werden. Die Fettung kann bei Bedarf im Winter erneuert werden. Das hätte dann auch den Vorteil, daß die Madenschraube am Sicherungsring regelmäßig bewegt wird.
Nun bin ich gespannt, wie sich die Grundierung mit Jaeger-Universalgrund und der Antifouling-Anstrich mit Trilux in der Saison bewährt. Jedenfalls ist die Demontage und Montage des Klappruders eine Arbeit, die man sich mit gutem Gewissen vornehmen kann. Alle Probleme entstehen eigentlich nur, wenn man damit 20 Jahre (oder länger) wartet.
Goodewind Ahoi!
Detlev
Schwenkachse vom Ruderblatt DY 22
- Detlev
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Re: Schwenkachse vom Ruderblatt DY 22
... der Weg ist das Ziel!
Re: Schwenkachse vom Ruderblatt DY 22
Hallo Detlev,
Hallo ins Forum,
Detlev, du hast doch deinen GFK Ruderblock neu lackiert, oder?
Frage: welche Farbe hast Du genommen und wie verhält sich diese Farbe auf der Unterseite des Ruderblocks im Unterwasserbereich. Gibt es bei Dir in der Farbschicht eine Bläschenbildung?
Ich hatte meien Ruderblock mit Toplac lackiert und dies führte zur Bläschenbildung im Lack.
Auf Nachfrage bei International bekam ich folgende Antwort:
"... zunächst vielen Dank für Ihre Anfrage.
Diese Farben sind für den Gebrauch im Wasserpassbereich geeignet.
Trotzdem muss darauf geachtet werden, dass die Beschichtung mind. 5- 10cm oberhalb der wahren Schwimmwasserlinie aufgetragen wird. Ist der Wasserpass zu tief aufgebracht und dadurch einer teilweisen permanenten Wasserbelastung ausgesetzt, kann es zu der von Ihnen beschriebenen Blässchenbildung kommen.
Sollten noch weitere Fragen bestehen können Sie mich auch gerne direkt kontaktieren unter einer der u.a. Nummern oder über unsere kostenlose Hotline 0800- 1198930.
Wir hoffen, Ihnen somit weitergeholfen zu haben und verbleiben ..."
Hatten sie nicht! Daher meine erneute Nachfrage:
... vielen Dank wir Ihre Informationen.
Ich weiß jetzt zwar warum es zu der Bläschenbildung kommt, weiß aber leider
noch nicht, welche Farbe ich für die Bereiche nehmen kann, die einer
teilweisen permanenten Wasserbelastung ausgesetzt sind.
Können Sie mir hier ein geeignetes Produkt aus Ihrem Hause nennen?
International:
" ... keine unserer Lackfarben ist für die permanente Wasserbelastung geeignet. In diesem Fall muss der Wasserpass höher gesetzt werden, so dass er ca. 5cm über der wahren Schwimmwasserlinie endet."
Ich bin begeistert, aber vielleicht gib es ja doch eine Lackfarbe im Bootsbereich, die einer
teilweisen permanenten Wasserbelastung standhält
Grüße
Ventix
Hallo ins Forum,
Detlev, du hast doch deinen GFK Ruderblock neu lackiert, oder?
Frage: welche Farbe hast Du genommen und wie verhält sich diese Farbe auf der Unterseite des Ruderblocks im Unterwasserbereich. Gibt es bei Dir in der Farbschicht eine Bläschenbildung?
Ich hatte meien Ruderblock mit Toplac lackiert und dies führte zur Bläschenbildung im Lack.
Auf Nachfrage bei International bekam ich folgende Antwort:
"... zunächst vielen Dank für Ihre Anfrage.
Diese Farben sind für den Gebrauch im Wasserpassbereich geeignet.
Trotzdem muss darauf geachtet werden, dass die Beschichtung mind. 5- 10cm oberhalb der wahren Schwimmwasserlinie aufgetragen wird. Ist der Wasserpass zu tief aufgebracht und dadurch einer teilweisen permanenten Wasserbelastung ausgesetzt, kann es zu der von Ihnen beschriebenen Blässchenbildung kommen.
Sollten noch weitere Fragen bestehen können Sie mich auch gerne direkt kontaktieren unter einer der u.a. Nummern oder über unsere kostenlose Hotline 0800- 1198930.
Wir hoffen, Ihnen somit weitergeholfen zu haben und verbleiben ..."
Hatten sie nicht! Daher meine erneute Nachfrage:
... vielen Dank wir Ihre Informationen.
Ich weiß jetzt zwar warum es zu der Bläschenbildung kommt, weiß aber leider
noch nicht, welche Farbe ich für die Bereiche nehmen kann, die einer
teilweisen permanenten Wasserbelastung ausgesetzt sind.
Können Sie mir hier ein geeignetes Produkt aus Ihrem Hause nennen?
International:
" ... keine unserer Lackfarben ist für die permanente Wasserbelastung geeignet. In diesem Fall muss der Wasserpass höher gesetzt werden, so dass er ca. 5cm über der wahren Schwimmwasserlinie endet."
Ich bin begeistert, aber vielleicht gib es ja doch eine Lackfarbe im Bootsbereich, die einer
teilweisen permanenten Wasserbelastung standhält
Grüße
Ventix
Beste Grüße
Ventix
Ventix
- Detlev
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Re: Schwenkachse vom Ruderblatt DY 22
Hallo Ventix,
ich habe den Ruderblock (also das Teil, welches das Ruder im Bootsboden fixiert) geschliffen und (ohne Matte bzw. Seide) mit Epoxidharz beschichtet (2 - 3 Schichten mit Pinsel und Schaumstoffrolle). Danach kamen dann mehrere Schichten Jaeger-Multigrund. Im Herbst werde ich sehen, wie das Ruder nach einer Saison Wasserkontakt aussieht. Jetzt ist es noch zu früh für Erfahrungsberichte.
Der Ruderblock ist nicht aus GFK. Ich denke, es ist ein Hartschaum ähnlich den wasserfesten Styropor-Platten aus dem Hausbaubereich. Ich vermute, daß diese Teile in einer Form mit 2-Komponenten-Schaum hergestellt werden und dort das "Innenleben" ummantelt wird. Das Problem ist, daß danach offenbar eine Beschichtung mit reinem Harz ohne Matte/Seide erfolgt. Irgendwann ist die Harzschicht dann beschädigt und es kommt zu Ablösungen. Die Oberfläche unter dieser Beschichtung hat dann eine blasenhaltige Oberfläche.
Ich habe bei der Reparatur aber trotzdem auf Matte/Seide verzichtet, weil ich nicht wollte, daß das Ruder später in der Aufnahme am Plichtboden klemmt.
Goodewind Ahoi!
Detlev
ich habe den Ruderblock (also das Teil, welches das Ruder im Bootsboden fixiert) geschliffen und (ohne Matte bzw. Seide) mit Epoxidharz beschichtet (2 - 3 Schichten mit Pinsel und Schaumstoffrolle). Danach kamen dann mehrere Schichten Jaeger-Multigrund. Im Herbst werde ich sehen, wie das Ruder nach einer Saison Wasserkontakt aussieht. Jetzt ist es noch zu früh für Erfahrungsberichte.
Der Ruderblock ist nicht aus GFK. Ich denke, es ist ein Hartschaum ähnlich den wasserfesten Styropor-Platten aus dem Hausbaubereich. Ich vermute, daß diese Teile in einer Form mit 2-Komponenten-Schaum hergestellt werden und dort das "Innenleben" ummantelt wird. Das Problem ist, daß danach offenbar eine Beschichtung mit reinem Harz ohne Matte/Seide erfolgt. Irgendwann ist die Harzschicht dann beschädigt und es kommt zu Ablösungen. Die Oberfläche unter dieser Beschichtung hat dann eine blasenhaltige Oberfläche.
Ich habe bei der Reparatur aber trotzdem auf Matte/Seide verzichtet, weil ich nicht wollte, daß das Ruder später in der Aufnahme am Plichtboden klemmt.
Goodewind Ahoi!
Detlev
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Re: Schwenkachse vom Ruderblatt DY 22
Hallo Detlev,
Grüße
Ventix
hat Deine Farbe an den Teilen, die ständig unter Wasser sind, gut ghalten oder haben sich Bläschen gebildet?Detlev hat geschrieben: Danach kamen dann mehrere Schichten Jaeger-Multigrund. Im Herbst werde ich sehen, wie das Ruder nach einer Saison Wasserkontakt aussieht.
Grüße
Ventix
Beste Grüße
Ventix
Ventix
- Detlev
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Re: Schwenkachse vom Ruderblatt DY 22
Hallo Ventix,
ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Das Ruderblatt sieht nach einer Saison tadellos aus. Der Bewuchs ging leicht ab (Antifouling war Trilux), die Opferanode (Mg) werde ich vermutlich wechseln. Vor dieser Entscheidung messe ich aber noch, ob die Oberfläche nach Reinigung (keine Drahtbürste!!!) noch OK ist.
Goodewind Ahoi!
Detlev
ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Das Ruderblatt sieht nach einer Saison tadellos aus. Der Bewuchs ging leicht ab (Antifouling war Trilux), die Opferanode (Mg) werde ich vermutlich wechseln. Vor dieser Entscheidung messe ich aber noch, ob die Oberfläche nach Reinigung (keine Drahtbürste!!!) noch OK ist.
Goodewind Ahoi!
Detlev
... der Weg ist das Ziel!
Re: Schwenkachse vom Ruderblatt DY 22
Hallo Ventix,Ventix hat geschrieben:International:
" ... keine unserer Lackfarben ist für die permanente Wasserbelastung geeignet. In diesem Fall muss der Wasserpass höher gesetzt werden, so dass er ca. 5cm über der wahren Schwimmwasserlinie endet."
Ich bin begeistert, aber vielleicht gib es ja doch eine Lackfarbe im Bootsbereich, die einer
teilweisen permanenten Wasserbelastung standhält
Du suchst Primocon. Primocon ist 1K-Unterwasserfarbe auf Chlorkautschuk-Basis.
Der Auftrag auf Alu ginge komplett ohne Primer, nur mit gewissenhaft angeschmirgelter Oberfläche.
Wenns wirklich gut sein soll, das Alu bitte mit Salmiakgeist abwischen.
Sofort, wenn die Feuchtigkeit vom Salmiakgeist verflogen ist, mit Primocon hinterher.
Statt Salmiakgeist geht auch Etch Primer und 24h oder mehr warten.
Das Beschriebene sind jahrelang bewährte Verfahren, auf die Werften Garantie leisten können, ohne sich in Nachbesserungen zu verzetteln.
Alles andere sind Experimente, es kann gut gehen, muß aber nicht und dann weiß man immer noch nicht "warum".
Peter
Re: Schwenkachse vom Ruderblatt DY 22
Hallo Peter,
genau so habe ich es beim Klappruder gemacht -> Etch Primer und dann Primocon.
Bei meiner Frage nach der richtigen Unterwasserfarbe ging es aber um eine geeignete Lackfarbe im Bereich des Wasserpasses bzw. im unteren ständig dem Wasser ausgesetzten Bereich des Ruderkockers.
Grüße
Ventix
genau so habe ich es beim Klappruder gemacht -> Etch Primer und dann Primocon.
Bei meiner Frage nach der richtigen Unterwasserfarbe ging es aber um eine geeignete Lackfarbe im Bereich des Wasserpasses bzw. im unteren ständig dem Wasser ausgesetzten Bereich des Ruderkockers.
Grüße
Ventix
Beste Grüße
Ventix
Ventix
-
Kurt_Leitner
- Beiträge: 63
- Registriert: Donnerstag 7. Januar 2010, 15:17
Re: Schwenkachse vom Ruderblatt DY 22
Hallo an Alle,
habe mein -nur das Ruderblatt- schon vor ca. 10 Jahren sandstrahlen und anschliessend pulverbeschichten lassen. Bin sehr zufrieden, einzig es hält kein Antiofouling mehr darauf. Ist aber -zumindest bei mir- 80% im Süsswasser- gar nicht mehr nowendig. Ein dünner Schmutzfilm lässt sich am Saisonende mühelos mit einem Schwamm wegwischen. (Die Kosten dafür hab ich nicht mehr im Kopf, aber waren gewiss o.k. sonst hätte ich es nicht gemacht)
Ahoi Kurt
habe mein -nur das Ruderblatt- schon vor ca. 10 Jahren sandstrahlen und anschliessend pulverbeschichten lassen. Bin sehr zufrieden, einzig es hält kein Antiofouling mehr darauf. Ist aber -zumindest bei mir- 80% im Süsswasser- gar nicht mehr nowendig. Ein dünner Schmutzfilm lässt sich am Saisonende mühelos mit einem Schwamm wegwischen. (Die Kosten dafür hab ich nicht mehr im Kopf, aber waren gewiss o.k. sonst hätte ich es nicht gemacht)
Ahoi Kurt
Re: Schwenkachse vom Ruderblatt DY 22
Hallo Ventix,Ventix hat geschrieben:Hallo Peter,
genau so habe ich es beim Klappruder gemacht -> Etch Primer und dann Primocon.
Bei meiner Frage nach der richtigen Unterwasserfarbe ging es aber um eine geeignete Lackfarbe im Bereich des Wasserpasses bzw. im unteren ständig dem Wasser ausgesetzten Bereich des Ruderkockers.
Grüße
Ventix
Perfection von International verläuft gut und der Wasserpaß ist für diese Farbe halt die untere Grenze.
Alles, was tiefer liegt, sollte auf den Namen "Primocon" hören.
Epoxy geht auch, da der Bereich UV-geschützt liegt (VC-Tar, Epiglass, ...),
oder einfach Gelcoat von YC mit einer silikonfreien Rolle (eine Rolle löst sich relativ schnell auf) aufgetragen.
Ansonsten gibt es noch Folien, die man aufrakeln kann. Das würde ich mir aber nicht zutrauen.
Wenn Du den Ruderkoker mit 2K streichst, mußt Du aufpassen, daß er später nicht klemmt.
Also, anstreichen und dannach den Koker einsetzen, daß übermaßige Farbe zur Seite gequetscht wird bevor sie sich verfestigt.
Peter