Re: Schwenkachse vom Ruderblatt DY 22
Verfasst: Sonntag 10. April 2011, 19:43
... die Arbeit ist getan! Heute war nun endlich das Ende der Baustelle "Klappruder". Das Boot kommt spätestens am kommenden Sonnabend ins Wasser und das Ruder liegt nun bereit. Ich hoffe, daß mir die Arbeit der vergangenen Tage Ruhe für viele Jahre verschafft.
Die beiden Leinen (Ruderfall und Niederholer) habe ich mit 6mm Dyneema ersetzt. Eigentlich sollten diese Leinen wieder mit Schäkeln am Ruder befestigt werden und die Nirokauschen hatte ich auch schon mit Takelgarn an den Leinenenden befestigt. Ich habe dann aber heute beschlossen, diese Verschleißstelle zu entschärfen und die beiden Leinen mit einem Palstek direkt am Ruder befestigt. Die beiden Löcher im unteren Ruderblatt habe ich dafür auf 6,5 mm aufgebohrt. Der Verzicht auf Kauschen und Schäkel erspart mir an diesen beiden Stellen die Kombination zweier unterschiedlicher Metalle im Unterwasserbereich und reduziert auch den mechanischen Verschleiß am Ruder. Wenn die Leinen dann in ein paar Jahren durchgescheuert sein sollten, dann werden sie ersetzt. Vielleicht hält das ganze aber auch viel länger ...
Das Ruderblatt (Alu) hat nun eine Opferanode aus Magnesium. Eigentlich sind es ja zwei Scheiben, die auf beiden Ruderblattseiten angebracht werden. Ich habe dann aber beschlossen, nur eine Scheibe anzubauen. Der elektrische Kontakt zum Ruderblatt ist über die Maschinenschraube gewährleistet. Dafür wurde das Ruderblatt mit einer Bohrung (7,0mm) und danach mit Gewinde M8 versehen. So konnte ich auf eine Gegenmutter verzichten. Die Gewinde für die anderen Bolzen (Rudergelenk und Umlenkrolle) wurden vor der Montage ebenfalls nachgeschnitten. Eine zweite Opferanode (ebenfalls Magnesium) habe ich auf der Welle des Propellers angebracht.
Ich hatte bei der Demontage auch nicht gleich gesehen, daß die Ruderwelle für die Madenschraube am Sicherungsring eine Bohrung besitzt. Das kam dann bei der Aufarbeitung der Welle zum Vorschein. Somit ist auch das richtige Spiel der Welle zum Miramidlager und der sichere Sitz der Sicherungsscheibe auf der Ruderwelle gewährleistet. Die Madenschraube habe ich mit Seize-Schraubenpaste eingesetzt.
Die Gleitflächen im Miramidlager haben eine Schmierung mit Marinefett erhalten. Ich hoffe, daß damit die Reibung und der Verschleiß an dieser Stelle deutlich geringer werden. Die Fettung kann bei Bedarf im Winter erneuert werden. Das hätte dann auch den Vorteil, daß die Madenschraube am Sicherungsring regelmäßig bewegt wird.
Nun bin ich gespannt, wie sich die Grundierung mit Jaeger-Universalgrund und der Antifouling-Anstrich mit Trilux in der Saison bewährt. Jedenfalls ist die Demontage und Montage des Klappruders eine Arbeit, die man sich mit gutem Gewissen vornehmen kann. Alle Probleme entstehen eigentlich nur, wenn man damit 20 Jahre (oder länger) wartet.
Goodewind Ahoi!
Detlev
Die beiden Leinen (Ruderfall und Niederholer) habe ich mit 6mm Dyneema ersetzt. Eigentlich sollten diese Leinen wieder mit Schäkeln am Ruder befestigt werden und die Nirokauschen hatte ich auch schon mit Takelgarn an den Leinenenden befestigt. Ich habe dann aber heute beschlossen, diese Verschleißstelle zu entschärfen und die beiden Leinen mit einem Palstek direkt am Ruder befestigt. Die beiden Löcher im unteren Ruderblatt habe ich dafür auf 6,5 mm aufgebohrt. Der Verzicht auf Kauschen und Schäkel erspart mir an diesen beiden Stellen die Kombination zweier unterschiedlicher Metalle im Unterwasserbereich und reduziert auch den mechanischen Verschleiß am Ruder. Wenn die Leinen dann in ein paar Jahren durchgescheuert sein sollten, dann werden sie ersetzt. Vielleicht hält das ganze aber auch viel länger ...
Das Ruderblatt (Alu) hat nun eine Opferanode aus Magnesium. Eigentlich sind es ja zwei Scheiben, die auf beiden Ruderblattseiten angebracht werden. Ich habe dann aber beschlossen, nur eine Scheibe anzubauen. Der elektrische Kontakt zum Ruderblatt ist über die Maschinenschraube gewährleistet. Dafür wurde das Ruderblatt mit einer Bohrung (7,0mm) und danach mit Gewinde M8 versehen. So konnte ich auf eine Gegenmutter verzichten. Die Gewinde für die anderen Bolzen (Rudergelenk und Umlenkrolle) wurden vor der Montage ebenfalls nachgeschnitten. Eine zweite Opferanode (ebenfalls Magnesium) habe ich auf der Welle des Propellers angebracht.
Ich hatte bei der Demontage auch nicht gleich gesehen, daß die Ruderwelle für die Madenschraube am Sicherungsring eine Bohrung besitzt. Das kam dann bei der Aufarbeitung der Welle zum Vorschein. Somit ist auch das richtige Spiel der Welle zum Miramidlager und der sichere Sitz der Sicherungsscheibe auf der Ruderwelle gewährleistet. Die Madenschraube habe ich mit Seize-Schraubenpaste eingesetzt.
Die Gleitflächen im Miramidlager haben eine Schmierung mit Marinefett erhalten. Ich hoffe, daß damit die Reibung und der Verschleiß an dieser Stelle deutlich geringer werden. Die Fettung kann bei Bedarf im Winter erneuert werden. Das hätte dann auch den Vorteil, daß die Madenschraube am Sicherungsring regelmäßig bewegt wird.
Nun bin ich gespannt, wie sich die Grundierung mit Jaeger-Universalgrund und der Antifouling-Anstrich mit Trilux in der Saison bewährt. Jedenfalls ist die Demontage und Montage des Klappruders eine Arbeit, die man sich mit gutem Gewissen vornehmen kann. Alle Probleme entstehen eigentlich nur, wenn man damit 20 Jahre (oder länger) wartet.
Goodewind Ahoi!
Detlev