Von außen gibt es keinen Zugang zum Inneren der Winsch. Man konnte zwar die zentrale Befestigungsschraube herausdrehen, aber das war`s auch schon.
Es blieben nur 2 Möglichkeiten:
- Beide Winschen mit einer Flex abtrennen und 2 neue Winschen kaufen
- Oder die alten Winschen mittels seeehr großer Rohrzange doch noch lösen
Heute würde ich die Version 1 bevorzugen.
Damals, als absoluter Neuling, habe ich die Winsch ca. 3 cm dick mit stabilem Isolierband (reissfest) umwickelt, einen Arbeitshandschuh darum gelegt, und dann versucht, die Winsch mit besagter Rohrzange millimeterweise zu drehen und gleichzeitig eine Aufwärtsbewegung zu erzielen.
Es ging. Trotz größter Vorsicht, einige Kratzer auf der Winsch waren nicht zu vermeiden. Jede Winsch hat ca. einen Nachmittag schweißtreibende Arbeit erfordert. Das bei den einwirkenden Kräften nicht die gesamte Winsch aus dem Laminat gerissen ist, wundert mich noch heute und spricht für Dehler!
Ursächlich war ein ehemals weißes Kunststoffrohr (Teflon ?), auf den Bildern schwarz durch das Winschenfett. Dieses Teil war eine derart „innige Verbindung“ eingegangen, dass die Winsch wie verschweißt war.
Die Lehre aus der Geschichte: Spätestens alle 2 Jahre die Winschen säubern und fetten! Und keine Angst vor 1000 Einzelteilen, die Standard-Winsch von Harken ist simpel aufgebaut. Hier fällt kein Kugellager auseinander...
Einige Bilder hierzu sind in meiner „Galerie“ zu finden.
Gruß Franz