Hallo und guten Abend!
http://www.dehlya.de/rokbridge/index.ph ... opic#p5956 Bei deisem Thread sieht und erfährt man einiges über das Wassetank-System. (von Detlev).
Da ich bei meiner Dehlya einen nigelnagelneuennochniegebrauchten (und nicht angeschlossenen) Wassertank habe, wollte ich Euch mal nach Relevantem, sinnigem und unsinnigem Fragen. Habe noch nichts unter "Tehnik" zu diesem Thema gefunden...
1. Wie Wasser tanken? (schlauch?) oder über Einfüllstutzen an Deck?
2. Abwasser? Ventil vor Abwasserkanister? Abwasser Gleich Gross wie Wassertank? Standort? Einlauf oben am Kanister? Rückschlagventil?
3. Hat jemand ein paar Fotos wie das bei ihr/ihm gelöste wurde.
4. Wasserhahn elektrisch vs. handpumpe?
5. Chemietabletten?
6. Nur mineralwasserflaschen an bord? dafür nur abwasser installiert damit man den Ausguss benutzen kann?
7. ... Eure Meinung?
Wäre toll wenn hier viele Lösungen/Meinungen zusammen kommen würden.
Danke 1000, christian
"Frisch"wasser und Wassertank an Bord
- silverchregu
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- Registriert: Freitag 15. Januar 2010, 23:25
- Wohnort: Revier: Vierwaldstättersee
"Frisch"wasser und Wassertank an Bord
Zitat Bobby Schenk: "Erst der Skipper macht das Schiff!"
- Süsswasserpirat
- Beiträge: 78
- Registriert: Sonntag 15. Juni 2008, 19:55
- Wohnort: Revier: Les trois lacs
Re: "Frisch"wasser und Wassertank an Bord
Hallo Christian,
Ich nehme mal an, dass auf dem Vierwaldstättersee, gleich wie auf dem Neuenburger keine Abwässer mehr über Bord geleitet werden dürfen. Daher zuerst die Beschreibung meiner Einrichtung für das Abwasser: Ich habe den Schlauch knapp am Kugelventil beim Kielkasten gekappt und durch eine Bohrung im Schot unter die steuerbordseitige Vorschiffskoje gezogen. Dort führt er ein einen 10-Liter Kunststoff-Kanister mit Schraubdeckel und Entlüftungsventil. Den Kanister habe ich am Wassertank mit Reepschnur festgebunden. Funktioniert seit sechs Jahren problemlos. Das Kugelventil habe ich mit einem Blinddeckel verschlossen
(auf das vorhandene Gewinde geschraubt).
Frischwasser wird ebenfalls in einem 10 Liter-Kanister (aus dem Campingzubehör) gebunkert. Als Aufbereitungsmittel verwende wir Micropur MC 10T-Tablet-ten. Den eingebauten Wassertank haben wir seit dem Besitz der DY 25 nie benutzt, da es an den Ufern genügend Möglichkeiten zum Wasser übernehmen hat und uns der Kanister, zusammen mit Mineralwasser ohne Kohlensäure für den Kaffee oder Tee reicht.
Fotos habe ich leider noch keine von den Einrichtungen. Werde aber den Platz unter den Vorschiffskojen neu organisieren und dann sicher welche machen.
Für uns als Binnensegler stimmt es so, für grosse Fahrt ist es garantiert zu wenig.
Hoffe trotzdem es hilft Dir etwas und wünsche Dir eine schöne Saison 2010!
Peter
Ich nehme mal an, dass auf dem Vierwaldstättersee, gleich wie auf dem Neuenburger keine Abwässer mehr über Bord geleitet werden dürfen. Daher zuerst die Beschreibung meiner Einrichtung für das Abwasser: Ich habe den Schlauch knapp am Kugelventil beim Kielkasten gekappt und durch eine Bohrung im Schot unter die steuerbordseitige Vorschiffskoje gezogen. Dort führt er ein einen 10-Liter Kunststoff-Kanister mit Schraubdeckel und Entlüftungsventil. Den Kanister habe ich am Wassertank mit Reepschnur festgebunden. Funktioniert seit sechs Jahren problemlos. Das Kugelventil habe ich mit einem Blinddeckel verschlossen
(auf das vorhandene Gewinde geschraubt).
Frischwasser wird ebenfalls in einem 10 Liter-Kanister (aus dem Campingzubehör) gebunkert. Als Aufbereitungsmittel verwende wir Micropur MC 10T-Tablet-ten. Den eingebauten Wassertank haben wir seit dem Besitz der DY 25 nie benutzt, da es an den Ufern genügend Möglichkeiten zum Wasser übernehmen hat und uns der Kanister, zusammen mit Mineralwasser ohne Kohlensäure für den Kaffee oder Tee reicht.
Fotos habe ich leider noch keine von den Einrichtungen. Werde aber den Platz unter den Vorschiffskojen neu organisieren und dann sicher welche machen.
Für uns als Binnensegler stimmt es so, für grosse Fahrt ist es garantiert zu wenig.
Hoffe trotzdem es hilft Dir etwas und wünsche Dir eine schöne Saison 2010!
Peter
Ein Segelboot ist ein Loch im Wasser, in welches ich alle meine 100.-- Franken-Scheine stopfe!
Re: "Frisch"wasser und Wassertank an Bord
Hallo Silverchregu,
da ich mein Boot auch nur binnen bewege verwende ich Wasser aus Flaschen.
Abwasser sammle ich im Kanister und entsorge es an Land in die Kläranlage.
Überlege Dir Nutzen zu Aufwand!!!
Einbautank mit der entsprechenden Technik macht nur Sinn auf seegehenden Yachten wo
über Tage oder Wochen mehrere Crewmitglieder mit Süßwasser versorgt werden müssen.
Wenn das Wasser über Wochen im warmen Klima im Tank vorgehalten wird empfiehlt es sich
mit Micropur o.Ä. gegen Bakterien zu behandeln.
Gruß
sailor
da ich mein Boot auch nur binnen bewege verwende ich Wasser aus Flaschen.
Abwasser sammle ich im Kanister und entsorge es an Land in die Kläranlage.
Überlege Dir Nutzen zu Aufwand!!!
Einbautank mit der entsprechenden Technik macht nur Sinn auf seegehenden Yachten wo
über Tage oder Wochen mehrere Crewmitglieder mit Süßwasser versorgt werden müssen.
Wenn das Wasser über Wochen im warmen Klima im Tank vorgehalten wird empfiehlt es sich
mit Micropur o.Ä. gegen Bakterien zu behandeln.
Gruß
sailor
Re: "Frisch"wasser und Wassertank an Bord
hallo christian
1. Wie Wasser tanken? (schlauch?) oder über Einfüllstutzen an Deck?
bei mir wirde der tank von außen gefüllt , über einen standardfüllstutzen.
macht bei der menge liter auch sinn.
2. Abwasser? Ventil vor Abwasserkanister? Abwasser Gleich Gross wie Wassertank? Standort? Einlauf oben am Kanister? Rückschlagventil?
abwasser wird bei mir in den kielkasten abgeleitet und ist durch ein absperrventiel verschließbar. keine ahnung ob das den bestimmungen entspricht, ich habe allerdings auch keine geschirrberge zu reinigen.
3. Hat jemand ein paar Fotos wie das bei ihr/ihm gelöste wurde.
nein
4. Wasserhahn elektrisch vs. handpumpe?
elektrisch verbraucht wesentlich mehr wasser als die handpumpe.
5. Chemietabletten?
habe ich keine erfahrung , ich nutze den größten teil des wassers nur in abgekochten zustand , insofern sehe ich hier keine bakteriellen probleme .
6. Nur mineralwasserflaschen an bord? dafür nur abwasser installiert damit man den Ausguss benutzen kann?
siehe 2.
7. ... Eure Meinung?
eine tankanzeige wäre vielleicht eine überlegung wert, gerade wenn du mal einige tage unterwegs bist.
gruß norbert
1. Wie Wasser tanken? (schlauch?) oder über Einfüllstutzen an Deck?
bei mir wirde der tank von außen gefüllt , über einen standardfüllstutzen.
macht bei der menge liter auch sinn.
2. Abwasser? Ventil vor Abwasserkanister? Abwasser Gleich Gross wie Wassertank? Standort? Einlauf oben am Kanister? Rückschlagventil?
abwasser wird bei mir in den kielkasten abgeleitet und ist durch ein absperrventiel verschließbar. keine ahnung ob das den bestimmungen entspricht, ich habe allerdings auch keine geschirrberge zu reinigen.
3. Hat jemand ein paar Fotos wie das bei ihr/ihm gelöste wurde.
nein
4. Wasserhahn elektrisch vs. handpumpe?
elektrisch verbraucht wesentlich mehr wasser als die handpumpe.
5. Chemietabletten?
habe ich keine erfahrung , ich nutze den größten teil des wassers nur in abgekochten zustand , insofern sehe ich hier keine bakteriellen probleme .
6. Nur mineralwasserflaschen an bord? dafür nur abwasser installiert damit man den Ausguss benutzen kann?
siehe 2.
7. ... Eure Meinung?
eine tankanzeige wäre vielleicht eine überlegung wert, gerade wenn du mal einige tage unterwegs bist.
gruß norbert
- Detlev
- Beiträge: 1720
- Registriert: Dienstag 12. August 2008, 21:58
- Wohnort: Lehnin (Land Brandenburg)
- Kontaktdaten:
Re: "Frisch"wasser und Wassertank an Bord
Hallo,
hier nun ein paar Gedanken zum Wasser an Bord der DY25 aus meiner Erfahrung.
Der Einbautank bei der Dehlya 25:
Es gibt keinen Grund, den in der DY25 eingebauten Tank nicht zu nutzen. Dieser Tank ist an einer optimalen Stelle des Bootes eingebaut und nimmt einem keinen Platz weg.
Er faßt ca. 45 Liter und muß ja auch nicht unbedingt vollgemacht werden. Wenn er aber voll ist, dann genügt dieser Vorrat bei uns (Urlaub, 2 Erwachsene) 4 bis 5 Tage.
In dieser Zeit findet man immer eine bequeme Möglichkeit zum Nachbunkern.
Für den Fall, daß ich mal Wasser brauche und kein Schlauchanschluß in der Nähe ist, habe ich einen 12-Liter Faltkanister an Bord.
Dann geht es damit 4x an den Hahn und der Tank ist wieder randvoll.
Der Dehlertank läßt sich auch optimal reinigen. Man muß das nicht übertreiben. Ich reinige den Tank 1x jährlich, wenn das Boot aus dem Wasser kommt.
Er wird dann trocken gewischt und die Revisionsklappe bleibt über Winter offen.
Die Betankung erfolgt so, wie es Dehler vorgesehen hat. Es gibt Stb. einen Einfüllstutzen und der Tank hat dort auch eine Entlüftung (auch Überlauf).
Der Füllschlauch sollte unbedingt deutlich dünner sein, als der Schlauch zum Tank (1/2-Zoll ist OK), damit die Luft entweichen kann.
Sonst baut sich evtl. zusätzlicher Druck auf und es gibt eine Pfütze im Boot.
Wenn alles in Ordnung ist, dann kann der Tank so lange gefüllt werden, bis Wasser aus dem Überlauf kommt.
Man hört auch, wenn der Tank fast voll ist. Danach lasse ich dann wieder etwas Wasser ab, damit der Füllschlauch ablaufen kann.
Der Tankdeckel muß dicht sein. Die Dichtung gibt es im Campinghandel nachzukaufen. Wenn sie ausgehärtet ist, dann muß eine neue Dichtung rein.
Das gleiche gilt natürlich auch für die Schlauchanschlüsse.
Die "Chemie":
Für die "Entkeimung" nehme ich seit vielen Jahren Aqua Clean flüssig. Es ist unschädlich, wirkt hervorragend und es genügen wenige Tropfen.
Wenn ich nur für 2Tage rausfahre, verzichte ich auch darauf. Wenn das Boot aber einige Tage steht, dann kommen ein paar Tropfen in den Tank.
Ich habe (auch nach Wochen) noch nie Wasser vorgefunden, das Anlaß zur Besorgnis gegeben hätte.
Dieses Mittel nutzen in meinem Verein alle Bootseigner, die einen festen Wassertank haben.
Wasserhahn:
Der Dehler-Pumphahn war für meine Frau (und auch für mich) unzumutbar. Deshalb habe ich ihn gegen einen Hahn mit Schaltkontakt ausgewechselt. Im Tank ist eine Tauchpumpe.
(Hahn auf: Pumpe an / Hahn zu: Pumpe aus). Das funktioniert hervorragend und kostet relativ wenig Geld.
Ich kann auch nicht bestätigen, daß wegen dieser Komfortverbesserung der Wasserverbrauch steigt. Das träfe beim Duschen zu, aber nicht beim Kartoffelnkochen, Tomaten waschen und Geschirr spühlen.
Wasser sparen wir dadurch, daß das Becken in der Pantry nicht zum Abwaschen genutzt wird. Hierfür nutzen wir 2 relativ kleine quadratische Plastikschüsseln, die sich hervorragend im Schrank verstauen lassen. Es macht sowieso mehr "Spaß", diese Arbeiten in der Plicht zu erledigen.
Wenn ich sehr lange nicht unterwegs war, dann mache ich den Tank vor der Neubefüllung auch manchmal ganz leer. Das war mit der Kolbenpumpe eine elende Quälerei. Mit der E-Pumpe ist das keine Mühe mehr.
Tankanzeige:
Eine Tankanzeige ist sehr empfehlenswert. Seitem ich sie installiert habe, muß ich nicht mehr mit der Taschenlampe unter die Bugkoje kriechen und den Tank von außen anleuchten. Es gibt hierfür in den Wassersportkatalogen und im Campingbedarf einige brauchbare und bezahlbare Lösungen. Diese Anzeige verschafft einem einfach mehr Ruhe und wird auch von meiner Frau geschätzt.
Abwasser (Was ist Abwasser?):
Ich denke, daß das beim Kartoffelkochen abgegossene Wasser und auch das Wasser vom Abspühlen vonTeller und Besteck aus der Sicht der Natur kein Abwasser ist.
Hinzu kommt vielleicht noch der Kaffeegrund aus der Kanne und der Zahnputzbecher am Morgen und am Abend.
Jedenfalls gibt es für unsere Boote (in den meisten Revieren) keine Ausrüstungspflicht mit einem Abwassertank.
Die Dehlerlösung mit dem Abfluß im Kielkasten finde ich toll. Man sollte aber einen kleinen Pömpel (diese Gummiglocke mit Steil) haben, um ab und an wieder freie Bahn zu schaffen.
Das Thema ist natürlich auf einem Stausee ganz anders zu beurteilen und es gibt auch Gewässer, auf denen ganz spezielle Vorschriften gelten. Bei einer Fahrt beispielsweise auf der Havel liegen die Probleme aber sicher anders.
Damit es zu keinem Mißverständnis kommt: Ich bin ein sehr umweltbewußter Mensch und achte sehr darauf, keinen Schmutz zu hinterlassen. Bei mir zu Hause wird Müll getrennt und Joghurtbecher werden abgewaschen, bevor sie in den gelben Sack kommen. An Bord gilt das gleiche.
Aber: Kochwasser von den Pellkartoffeln ist Natur und es macht keinen Sinn, dieses Wasser in einem Kanister spazieren zu fahren, um es dann irgendwann in eine Toilette zu gießen.
In Bezug auf den Umweltschutz halte ich das Thema Chemietoilette (auch bei sachgemäßer Entsorgung) für sehr viel problembehafteter.
Fotos:
Fotos zu diesem Thema habe ich mal bei "Technik / Hubkiel Dokumentation" eingebaut.
Meine Empfehlung an Christian:
Dein Boot hat einen Einbautank. Du solltest ihn auch benutzen. Wenn es noch keinen Einfüllstutzen an Deck und keine Tankentlüftung gibt, dann solltest Du diese nachrüsten. Andere Lösungen machen nur Arbeit und Streß.
Goodewind Ahoi!
Detlev
hier nun ein paar Gedanken zum Wasser an Bord der DY25 aus meiner Erfahrung.
Der Einbautank bei der Dehlya 25:
Es gibt keinen Grund, den in der DY25 eingebauten Tank nicht zu nutzen. Dieser Tank ist an einer optimalen Stelle des Bootes eingebaut und nimmt einem keinen Platz weg.
Er faßt ca. 45 Liter und muß ja auch nicht unbedingt vollgemacht werden. Wenn er aber voll ist, dann genügt dieser Vorrat bei uns (Urlaub, 2 Erwachsene) 4 bis 5 Tage.
In dieser Zeit findet man immer eine bequeme Möglichkeit zum Nachbunkern.
Für den Fall, daß ich mal Wasser brauche und kein Schlauchanschluß in der Nähe ist, habe ich einen 12-Liter Faltkanister an Bord.
Dann geht es damit 4x an den Hahn und der Tank ist wieder randvoll.
Der Dehlertank läßt sich auch optimal reinigen. Man muß das nicht übertreiben. Ich reinige den Tank 1x jährlich, wenn das Boot aus dem Wasser kommt.
Er wird dann trocken gewischt und die Revisionsklappe bleibt über Winter offen.
Die Betankung erfolgt so, wie es Dehler vorgesehen hat. Es gibt Stb. einen Einfüllstutzen und der Tank hat dort auch eine Entlüftung (auch Überlauf).
Der Füllschlauch sollte unbedingt deutlich dünner sein, als der Schlauch zum Tank (1/2-Zoll ist OK), damit die Luft entweichen kann.
Sonst baut sich evtl. zusätzlicher Druck auf und es gibt eine Pfütze im Boot.
Wenn alles in Ordnung ist, dann kann der Tank so lange gefüllt werden, bis Wasser aus dem Überlauf kommt.
Man hört auch, wenn der Tank fast voll ist. Danach lasse ich dann wieder etwas Wasser ab, damit der Füllschlauch ablaufen kann.
Der Tankdeckel muß dicht sein. Die Dichtung gibt es im Campinghandel nachzukaufen. Wenn sie ausgehärtet ist, dann muß eine neue Dichtung rein.
Das gleiche gilt natürlich auch für die Schlauchanschlüsse.
Die "Chemie":
Für die "Entkeimung" nehme ich seit vielen Jahren Aqua Clean flüssig. Es ist unschädlich, wirkt hervorragend und es genügen wenige Tropfen.
Wenn ich nur für 2Tage rausfahre, verzichte ich auch darauf. Wenn das Boot aber einige Tage steht, dann kommen ein paar Tropfen in den Tank.
Ich habe (auch nach Wochen) noch nie Wasser vorgefunden, das Anlaß zur Besorgnis gegeben hätte.
Dieses Mittel nutzen in meinem Verein alle Bootseigner, die einen festen Wassertank haben.
Wasserhahn:
Der Dehler-Pumphahn war für meine Frau (und auch für mich) unzumutbar. Deshalb habe ich ihn gegen einen Hahn mit Schaltkontakt ausgewechselt. Im Tank ist eine Tauchpumpe.
(Hahn auf: Pumpe an / Hahn zu: Pumpe aus). Das funktioniert hervorragend und kostet relativ wenig Geld.
Ich kann auch nicht bestätigen, daß wegen dieser Komfortverbesserung der Wasserverbrauch steigt. Das träfe beim Duschen zu, aber nicht beim Kartoffelnkochen, Tomaten waschen und Geschirr spühlen.
Wasser sparen wir dadurch, daß das Becken in der Pantry nicht zum Abwaschen genutzt wird. Hierfür nutzen wir 2 relativ kleine quadratische Plastikschüsseln, die sich hervorragend im Schrank verstauen lassen. Es macht sowieso mehr "Spaß", diese Arbeiten in der Plicht zu erledigen.
Wenn ich sehr lange nicht unterwegs war, dann mache ich den Tank vor der Neubefüllung auch manchmal ganz leer. Das war mit der Kolbenpumpe eine elende Quälerei. Mit der E-Pumpe ist das keine Mühe mehr.
Tankanzeige:
Eine Tankanzeige ist sehr empfehlenswert. Seitem ich sie installiert habe, muß ich nicht mehr mit der Taschenlampe unter die Bugkoje kriechen und den Tank von außen anleuchten. Es gibt hierfür in den Wassersportkatalogen und im Campingbedarf einige brauchbare und bezahlbare Lösungen. Diese Anzeige verschafft einem einfach mehr Ruhe und wird auch von meiner Frau geschätzt.
Abwasser (Was ist Abwasser?):
Ich denke, daß das beim Kartoffelkochen abgegossene Wasser und auch das Wasser vom Abspühlen vonTeller und Besteck aus der Sicht der Natur kein Abwasser ist.
Hinzu kommt vielleicht noch der Kaffeegrund aus der Kanne und der Zahnputzbecher am Morgen und am Abend.
Jedenfalls gibt es für unsere Boote (in den meisten Revieren) keine Ausrüstungspflicht mit einem Abwassertank.
Die Dehlerlösung mit dem Abfluß im Kielkasten finde ich toll. Man sollte aber einen kleinen Pömpel (diese Gummiglocke mit Steil) haben, um ab und an wieder freie Bahn zu schaffen.
Das Thema ist natürlich auf einem Stausee ganz anders zu beurteilen und es gibt auch Gewässer, auf denen ganz spezielle Vorschriften gelten. Bei einer Fahrt beispielsweise auf der Havel liegen die Probleme aber sicher anders.
Damit es zu keinem Mißverständnis kommt: Ich bin ein sehr umweltbewußter Mensch und achte sehr darauf, keinen Schmutz zu hinterlassen. Bei mir zu Hause wird Müll getrennt und Joghurtbecher werden abgewaschen, bevor sie in den gelben Sack kommen. An Bord gilt das gleiche.
Aber: Kochwasser von den Pellkartoffeln ist Natur und es macht keinen Sinn, dieses Wasser in einem Kanister spazieren zu fahren, um es dann irgendwann in eine Toilette zu gießen.
In Bezug auf den Umweltschutz halte ich das Thema Chemietoilette (auch bei sachgemäßer Entsorgung) für sehr viel problembehafteter.
Fotos:
Fotos zu diesem Thema habe ich mal bei "Technik / Hubkiel Dokumentation" eingebaut.
Meine Empfehlung an Christian:
Dein Boot hat einen Einbautank. Du solltest ihn auch benutzen. Wenn es noch keinen Einfüllstutzen an Deck und keine Tankentlüftung gibt, dann solltest Du diese nachrüsten. Andere Lösungen machen nur Arbeit und Streß.
Goodewind Ahoi!
Detlev
... der Weg ist das Ziel!